Eine “Regierungserklärung in Sachen Basketball”
Uli Hoeneß, Präsident und Aufsichtsratvorsitzender des FC Bayern München, macht momentan nicht mit Aktionen rund um die Fußballsektion des Renommierclubs auf sich aufmerksam, sondern beispielsweise mit der Kooperation zwischen McDonalds und seiner Wurstfabrik HoWe sowie mit seiner aufgeblühten Begeisterung für den Sport Basketball, angefangen mit Aussagen über seine private Basketballleidenschaft bis hin zu seinem Engagement für den Zweiligisten FC Bayern München.
Dass dieses Engagement mehr bedeutet, als sich andere Zweitligisten zu träumen wagen, bezweifelt bei dem ehemaligen Bayern-Manager niemand. Denn Hoeneß ist maßgeblich für den wirtschaftlichen Erfolg des Vereins verantwortlich gewesen, der unter anderem auch ein Fundament für den sportlichen Erfolg des FC Bayern München ist.
Hoeneß will den Basketball-Club zu einer Großmacht aufbauen, so dass auch die hochkarätige Präsentation des Basketball-Zweitligisten – nach Verpflichtungen von Dirk Bauermann, Artur Kolodziejski, dem Serben Aleksandar Nadjfeji, dem Amerikaner Beckham Wyrick, Bastian Doreth und Nationalspieler Demond Greene – keine Zweifel mehr an dieser Unternehmung ließ.
Gegenüber dem Sport-Informations-Dienst sagte Hoeneß, dass er Basketball neben dem Fußball als “zweite starke Sportart etablieren will. Das geht bei Real Madrid und das geht bei Barcelona. Und das geht auch beim FC Bayern”.
Die Süddeutsche Zeitung spricht sogar von einer „Regierungserklärung in Sachen Basketball“, da es Hoeneß nicht nur um die Ambitionen ginge, innerhalb eines Jahres in die Bundesliga aufzusteigen, sondern gleichzeitig die Zukunft einer Sportart zu gestalten.
Gründe dafür liefert Hoeneß selbst. Er betont, dass der Fußball in Deutschland andere Sportarten an die Peripherie verweise. Ein Umstand, der auch dadurch deutlich werden würde, dass die BBL für ihren Fernsehvertrag kein Geld bekomme. Im Fußball undekbar.
Das Projekt FCB hat also schon längst begonnen. Ob es aufgeht und welche Folgeerscheinungen es mit sich bringt, wird sich spätestens in einem Jahr zeigen. Das öffentliche Interesse überregionaler Medien an dem Fall FC Bayern München Basketball ist jedenfalls jetzt schon enorm.
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