Nachwuchsförderung und Leistungssport beim FC Bayern München
Vor gut einem Jahr wollten die webmoebel Baskets mit einer Veränderung der Team-Struktur zu Gunsten junger und regionaler Spieler antreten, um somit ein Exempel mit Vorbildfunktion für die gesamte Liga zu schaffen. Das Konzept wurde zunächst mit der Verpflichtung von Forward Robert Huelsewede bestätigt. Und obwohl die webmoebel Baskets gemäß Platz drei im Ranking des BBL-Ausbildungsfonds deutschen Nachwuchsspielern wie Simon, Oehle und Huelsewede immerhin 12 Prozent der gesamten Einsatzzeit zur Verfügung gestellt haben, konnte der zu Saisonbeginn gestellte Anspruch auf Vereinsebene und in der Region nicht überzeugen.
Nach Nicolai Simon, der zu den Walter Tigers Tübingen gewechselt hat, haben jetzt auch Robert Huelsewede und Robert Oehle die webmoebel Baskets verlassen und somit geht bei einigen Fans erneut die Angst um, dass der Anspruch junge Spieler aus der eigenen Jugend in die erste Mannschaft zu integrieren, in den Hintergrund gerät.
Im Gegensatz dazu startet weiter südlich der FC Bayern München ein Pilotprojekt zur Nachwuchsförderung, das auf Seriencharakter hoffen lässt. Zwar steht das Projekt Basketball durch die starke Marke „FCB“ auf weitaus besseren finanziellen Beinen, doch überzeugend ist insbesondere das Konzept.
Der FC Bayern München verfolgt ein ehrgeiziges Basketballprojekt, das auf Erfolge in der ProA ausgerichtet ist, den Aufstieg in die Beko BBL und zugleich innovative Nachwuchsförderung in der oberbayrischen Region impliziert.
Damit einhergehend hat die Basketball-Abteilung des Vereins in den letzten Wochen mit vielversprechenden Neuverpflichtungen aus sich aufmerksam gemacht. So konnten Nationaltrainer Dirk Bauermann, Nationalspieler Demond Greene, Bastian Doreth, Beckham Wyrick sowie Aleksandar Nadjfeji in die bayrische Landeshauptstadt geholt werden.
Doch der Verein setzt nicht nur auf den eigenen Etat, der um ein vielfaches höher ist als bei einem durchschnittlichen ProA-Team, sondern auch auf die Unterstützung der Vereine und Menschen in der Region. Bei den Bayern-Mitgliedern ist die Begeisterung für das Projekt Basketball ebenfalls riesengroß: 23.000 Briefe gingen ein und über 75 Prozent befürworteten das Vorhaben.
Zur erfolgreichen Umsetzung der hochgesteckten Ziele hat der FCB 100 Basketballclubs aus einem Umkreis von 100 Kilometern nach München eingeladen, um das Projekt Basketball vorzustellen, die Clubs für eine gemeinsame Nachwuchsarbeit zu motivieren und Formen der Unterstützung seitens des FCB vorzustellen.
Das Ziel Basketball im südlichen Bayern zu entwickeln, soll damit gefördert werden, dass jeder Verein vom FC Bayern München unterstützt wird, wenn U10-Teams gründet werden. Die Clubs würden daraufhin kostenlose Trikots und Unterstützung in der Trainerausbildung erhalten.
Des Weiteren haben alle Mitglieder der anderen Basketballclubs die Möglichkeit, „übertragbare Dauerkarten für die ProA-Saison in der Olympia-Halle so günstig kaufen, dass der Eintritt zu einem Spiel nur noch einen fast symbolischen Betrag von unter vier Euro kostet.“
Durch diese Initiativen sollen Nachwuchsförderung und Leistungssport Hand in Hand gehen. Ein Versuch, der hoffentlich von Erfolg gekrönt sein wird und in anderen Regionen ebenfalls Ansporn ist, eine stärkere kooperative Zusammenarbeit regionaler Vereine zu fördern – auch mit kleinen Mitteln.
© GEMACO Internet-Marketing

