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Mit dem richtigen Image zum Erfolg

Auf den Satz: „Da waren es nur noch zwei“ müssen alle Basketball-Fans noch bis Donnerstagabend, 3. Juni, warten. Was aber viel mehr bedeutet, dass es noch zu einem weiteren spannenden Spiel zwischen den Deutsche Bank Skyliners Frankfurt und den Eisbären Bremerhaven kommen wird, bevor die Brose Baskets Bamberg ihren Finalteilnehmer kennen, dem sie am Sonntag, 6. Juni, begegnen werden.

Umso größer der sportliche Erfolg, umso größer das wirtschaftliche Interesse
Obwohl die Frage um den Meisterschaftstitel noch unbeantwortet ist, kann sich das Team aus Bamberg nach einer erfolgreichen Saison bereits jetzt darüber freuen, dass Brose das Basketball-Sponsoring ausbaut, womit die gezielte Weiterentwicklung der Organisation und der Infrastruktur angestrebt ist, um somit nachhaltig erfolgreich sein zu können.

Problematischer sieht es immer noch bei den insolventen Giants Düsseldorf aus. Der Club ist weiterhin auf Sponsorensuche, um vielleicht doch noch erfolgreich an dem Wildcard-Verfahren der BBL teilnehmen zu können.

Deutlich wird: umso erfolgreicher das Team, umso größer das wirtschaftliche Interesse. Doch unabhängig davon zielt Sponsoring in jeder Form auf eine Win-win-Situation ab, von der das Team, der Verein, die Sportart und das fördernde Unternehmen profitieren.

Doch was, wenn das Image des Vereins während einer laufenden Saison an Prestige und Ansehen verliert?

Imageverlust hat Folgen
Wie radikal Sponsoren mit negativen Entwicklungen umgehen können, zeigt am deutlichsten ein Beispiel aus dem Fußball, denn selbst die deutsche Nationalmannschaft bleibt von dieser Konsequenz nicht verschont.

Nach dem Vorrundenaus der Deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2000 setzten die Sponsoren Deutsche Telekom und die DWS, die Fondgesellschaft der Deutsche Bank Gruppe, ihre jeweiligen Fernseh-Spots ab. Schuld daran war das schlechte Image der Nationalmannschaft, was durch die öffentliche Häme („Deppen Europas“) der BILD-Zeitung noch verstärkt wurde

Imageverlust ist für Trikotsponsoren und fördernde Unternehmen eine Katastrophe, wenn beispielsweise Sponsoringverträge rigoros nicht erfüllt werden, weil Imageerhalt und –aufbau eines Teams nicht vorangetrieben, sondern zurückgesetzt werden und gemeinsam gefasste Marketingziele missachtet werden: durch schlechtes Management sowie mangelhafte Öffentlichkeitsarbeit.

Wenn so etwas passiert, dann ist das insbesondere für mittelständige, regionale Partner besonders nachteilig, da sie direkt an das Image des Teams gekoppelt sind.

So hat sich auch das Team aus Paderborn in der letzten Basketballsaison nicht mit Ruhm bekleckert. Unabhängig von der eingeschränkten finanziellen Lage, wurden sowohl Fehler bei der Teamzusammenstellung gemacht, die zu spät eingeräumt wurden, als auch zahlreiche Fehler in der Außendarstellung, die den Verein für Außenstehende als unkontrollierbares Kuriosum erscheinen ließ. Und das ein Jahr nach dem Erreichen der Playoffs und einer tadellosen Heimbilanz.

Da BBL-Vereine auf den Einsatz regionaler Partner angewiesen sind, ist ein solcher Rückzug nach erfolgtem Missmanagement, ärgerlich für Fans und die beteiligten Unternehmen.

Doch keiner würde negative Werte zur Markenprägung nutzen. Zugespitzt heißt das: Aus diesem Grund sind Adidas, Nike oder Puma keine Trikotsponsoren des WM-Teilnehmers Nordkorea, sondern der chinesischer Sportartikler Erke.

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