Die Ausfahrt verpasst – Paderborn verliert in Braunschweig
Um nach einem solchen Spiel, wie es am Donnerstag in Braunschweig stattgefunden hat, die passenden Worte zu finden, bemüht man gerne den Vergleich. Die Neue Westfälische nutzt in ihrer Kritik den Hinweis auf den neuen Baskets-Trailer dazu, das Spiel gegen die NewYorker Phantoms Braunschweig mit “Im falschen Film” zu betiteln und bereits jetzt schon darauf hinzuweisen, dass das kommende Spiel sich wohl zu einem Katastrophenfilm entwickeln könnte.
Eine andere Möglichkeit bietet sich, wenn ein Vergleich aus der Lernpsychologie herangezogen wird, die zwischen misserfolgsorientierten und erfolgsorientierten Typen unterscheidet. Und da entgegen aller Wünsche und Hoffnungen der Misserfolg des vorhergehenden Spiels das Verhalten vieler Spieler erneut beeinflusst hat, werden die Windungen der Abwärtsspirale zunehmend zu einem stärkeren Sog führen, dem sich die Baskets nicht entziehen können und – wohlgemerkt – nicht entziehen wollen. Daran können auch die Lernwilligen wie Haynes oder Simon nichts ändern.
Die Ruhe und Beflissenheit, die dem Team entgegengebracht wird, ist einerseits verständlich, da der Teamaufbau unter den bekannten Umständen schwierig ist, aber andererseits mehren sich die Stimmen, dass das “Nicht-Können” ein “Nicht-Wollen” ersetzt (hat). Letzteres impliziert im normalen Arbeitsalltag eine Verwarnung und schlussendlich die Kündigung.
Es muss etwas geschehen, räumt auch Stolz endlich ein, was man einer Äußerung aus der Neuen Westfälischen entnehmen kann:
“‘Ich hatte mit dem einen oder anderen Akteur zu viel Geduld’, ärgerte sich der 44-Jährige darüber, dass er Daniel Lieneke und Robert Oehle bis weit in das vierte Viertel hinein auf der Bank hatte schmoren lassen. ‘Das wird sich ändern’, kündigte ein ‘hochgradig enttäuschter Trainer an.”
Diese beispielhafte Idee ist nicht neu und wurde oft genug thematisiert, doch meistens blieb es – entgegen jeder Kritik – bei einer Idee.
Unter diesen Voraussetzungen wird der Baskets-Trailer nur wenige überzeugen, denn so gut und notwenig die Eigenwerbung auch sein kann, sie hält dem Vergleich mit der Realität nicht mehr stand. Des Weiteren darf vermutet werden, dass jeder in Paderborn lieber entsprechende Reaktion oder Stellungnahmen seitens der Teamleitung sehen würde als einen Kurzfilm, der sein Ziel verfehlt. Denn wer im Kino sitzt, weiß, dass es sich oft um Fiktion handelt, auch wenn das Genre darüber hinwegtäuschen soll.
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Es tut mir leid, aber Olaf Stolz hat bis heute weder die Mannschaft als Teamentwickler noch die Fans und Zuschauer überzeugen können. Er war doch angetreten, dem Nachwuchs eine Chance zu geben, davon hat er bis heute praktisch nichts konsequent umgesetzt.
Für mich ist es endlich an der Zeit, auch die Mannschaft (ohne Maulkorb!!!) sprechen zu lassen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die alle “keinen Bock” haben und ausgerechnet Paderborn gewählt haben, um eine Saison lang zu chillen. Die Jungs können mehr, da bin ich sicher!!!
Hier muß doch etwas gravierend in der Arbeit des Trainers nicht stimmen, dass es ihm nicht gelingt, die Spieler auf seine Seite zu holen. Wenn es am Ende so kommt (und der Vorstand geht ja anscheinend schon davon aus), dass wir in die Pro A müssen, kann es nur einen kompletten Neuanfang geben. Das heißt, zuerst mal einen neuen Trainer und dann einen konsequenten Neuaufbau des Teams, wobei wir unseren “Eigengewächsen” unbedingt den Vorrang geben müssen.
Nach so einer Saison muß auch der Trainer die Konsequenzen ziehen. Sonst wird das mit dem Zuschauerzuspruch auch in der Pro A nichts mehr. Wir, die Fans, wollen uns mit den Spielern identifizieren, aber natürlich auch mit dem Trainer. Mir ist das in dieser Saison in Bezug aud den Trainer Olaf Stolz noch nicht gelungen.
Und eigentlich bin ich trotz der schlechten Ausgangslage mit voller Euphorie in diese Saison gegangen. Wie sagt man so schön, außer Spesen nichts gewesen.